Programm zur Qualifizierung der Behindertenarbeit in VIETNAM

Das seit Mitte 2001 aus Bundesmitteln geförderte Behindertenprogramm in Vietnam hat eine zweifache Zielsetzung:
1. In Zusammenarbeit mit dem vietnamesischen Sozial- und Arbeitsministerium (Ministry of Labour, Invalids and Social Affairs) MOLISA implementiert Caritas international/DCV ein landesweites Fortbildungsprogramm für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Einrichtungen der staatlichen Behindertenfürsorge. Nach einer Serie von Grund- und Aufbaukursen, die mit Fachberatung des DCV konzipiert und umgesetzt wurden, ist nun der nächste Schritt die Schulung von eigenen Ausbilderinnen und Ausbildern (ToT). 20 einheimische Fachkräfte haben im Sommer 2004 mit DCV-Coaching erste Basiskurse für Gruppen von je 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in Nord-, Mittel- und Südvietnam angeboten. Ausgehend von den gemachten Erfahrungen soll ein System weiterer Kurse aufgebaut werden. Das mittelfristige Ziel ist die Errichtung eines staatlichen Ausbildungsgangs für Heilerziehungspfleger/innen.
2. Die konkrete Umsetzung der Arbeit vor Ort mit einer NRO erfolgt in der Stadt Dong Ha (Prov. Quang Tri; 17. Breitengrad). Hier wird ein Programm der gemeindenahen Rehabilitation für 80 Familien mit z.T. mehrfach behinderten Kindern durchgeführt. Ausgebildete Gesundheitshelfer leiten die Eltern bei Hausbesuchen in angepassten Fördermethoden an. Eine Tagesstätte bietet in Gruppenkursen weitere Betreuungsanreize. Über einen Kleinkreditfonds bekommen die Eltern die Möglichkeit, Einkommen zu erzielen, das ihnen die aufwändige Betreuung ihrer Kinder erleichtert.
3. Daneben existieren noch weitere Einrichtungen in Nuoc Ngot (Prov. Hue), in Danang und in Ho-chi-Minh-Stadt, in denen beispielhafte Förderung von Menschen mit verschiedenen Behinderungen betrieben wird.