Indien: Eine Ausbildung ist der Schlüssel für eine gesicherte Zukunft
Über die Hälfte der indischen Bevölkerung lebt in absoluter Armut. Da kaum jemand aus den unteren Bevölkerungsschichten über eine Schul- und erst recht nicht über eine Berufsausbildung verfügt, gibt es für diese Menschen auch keine Perspektive auf ein besseres Leben. Ohne Berufsausbildung bleibt nur die harte und schlecht bezahlte Arbeit in Steinbrüchen, Fabriken, als Saisonarbeiter auf den Reisfeldern, als Straßenhändler oder als Kuli auf den Straßen.
Schwerpunkt der Arbeit des Kolpingwerkes im Bundesstaat Karnataka sind daher berufsbildende und Einkommen schaffende Maßnahmen, um vor allem jungen Menschen einen Weg aus ihrer aussichtslosen Lage zu ermöglichen. Berufsausbildung ist in Indien wie überall der Schlüssel zu einer wirtschaftlich gesicherten Zukunft.
Junge Menschen sollen deswegen eine berufliche Qualifikation erhalten, die ihnen den Zugang zu einem gesicherten und gut bezahlten Arbeitsplatz ermöglicht. Da es in Indien bereits gute berufsbildende Einrichtungen gibt, möchte das Kolpingwerk nicht in den Bau eigener Berufsbildungszentren investieren, sondern jungen Menschen aus den unteren Bevölkerungsschichten ein rückzahlbares Stipendium in einer der vorhandenen Berufsbildungseinrichtungen finanzieren.
Das Kolpingwerk unterstützt Ausbildungen in folgenden Bereichen: Elektrowesen, Bäckerei, KFZ-Mechanik, Fahrrad-Reparatur, Computer-Software, Krankengymnastik, Drucktechnik, Krankenpflege, Schneiderei, Labortechnik u. a. Wenn die jungen Menschen Fuß in ihrem Beruf gefasst haben, zahlen sie das Stipendium zurück, so dass es dann auch anderen Jugendlichen hilft, sich aus ihrer prekären Lebenssituation zu befreien. Ein echtes Projekt der Hilfe zur Selbsthilfe!